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Sonnet to Billy Frost • 1976

 

Alchemists
I Need A Rest
In Memory Of Sir Hillary
Five Minutes Musical
Uncle Franky
Silver Forest
Turn And Go On
Sonnet To Billy Frost
Empty Frame
Almost October
Jamie
You´re Always All Alone With The Things You Love
I Need A Rest Part II

Öhler, Peter - guitars
Saam, Rainer - bass
Seyffer, Walter - vocals
Sidhatta Gautama - drums
Unger, Bernd "Ravi" - guitars
Opper, Ray - words and two helpful hands ("God bless you wherever you are!")

Die Nine Days Wonder-Besetzung, die das Album "Only The Dancers" eingespielt hatte, hielt immerhin ein knappes Jahr. Bassist Michael Bundt erklärte im März 1975 seinen Austritt und Gitarrist Rolf Henning verließ die Band nur kurze Zeit später.
Die verbleibenden Bandmitglieder Walter Seyffer und Sidhatta Gautama fanden mit den beiden Gitarristen Bernd Unger und Peter Oehler (zuvor bei Jud's Gallery) sowie Bassist Rainer Saam neue Musiker, die sich als letzte Inkarnation von Nine Days Wonder darstellen. Mit Bernd Unger hatte Walter Seyffer einen alten Mitstreiter aus den Anfangstagen von Nine Days Wonder an seiner Seite. In dieser Besetzung wurde im Herbst 1975 das vorliegende Album eingespielt, welches im April 1976 veröffentlicht wurde.

Den Produzentenjob teilten sich diesmal Peter Hauke und Chrisitan Kolonivits (Pianist von Andre Heller und bekannter österreichischer Produzent). Bei Erscheinen des Albums war die Reaktion eher verhalten. Wieder einmal ließ sich die Musik von Nine Days Wonder nicht in einer der gängigen Schubladen unterbringen. Möglicherweise lag es am zu "englischen" Charakter der Musik, dass diesem Werk nicht allzu viel Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wohl zu unrecht, denn aus heutiger Sicht handelt es sich zwar nicht um das progressivste, bestimmt jedoch um das musikalisch und produktionstechnisch ausgereifteste Album der Gruppe.

Die Besetzung von Sonnet To Billy Frost war auch im Oktober 1975 beim Rock-Festival in Witten zu sehen. Am 09. September 1975 trat die Band offiziell letztmalig live auf.

Befragt zu den guten alten Zeiten und den Ratschlägen, die man jungen Musikern auf den Weg geben sollte, sagt Walter Seyffer heute: "Es ist für mich schon ein seltsames Phänomen, dass sich wieder alle möglichen Leute für Nine Days Wonder interessieren, wobei ich bis bislang davon überzeugt war, dass diese Zeit höchstens noch in den Köpfen der ehemaligen Bandmitglieder herumspukt. Gott sei dank verändern sich die Zeiten und es ist gut, dass von einem Ratschlag eines "Altvorderen" oftmals nur der "Schlag" übrig bleibt, vor dem man in Deckung gehen sollte. Ganz sicher ist, dass wir die damaligen Gegebenheiten in keiner Weise mit der heutigen Situation vergleichen können, denn wir hatten die einmalige Chance ein unberührtes Feld zum ersten Mal pflügen zu können und konnten uns dabei frei entscheiden, was wir darauf anbauen. Mein Ratschlag" kann nur der sein: Weiterhin den ungepflügten Feldern auf der Spur zu bleiben, auch wenn so viele behaupten, dass es sie nicht mehr gibt. Dies hat man uns vor 40 Jahren schon gesagt. Und man sollte vielleicht dran denken, dass man diese Felder daran erkennt, dass sie noch keinen Namen haben und dass es dafür keine Risiko-Versicherung gibt. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für etwas Neues ist ganz sicher auch, dass einem kein "anständiger und vernünftiger" Mensch dafür einen Kredit gibt. Daraus ergibt sich, dass man eben auch den Umgang mit den "Unanständigen und Unvernünftigen" suchen muss. Nach über 30 Jahren gibt es aus dieser Perspektive für die Zeit mit Nine Days Wonder kein "Schlecht" und "Gut" sondern vielleicht nur die Verwunderung, dass ich das alles so verhältnismäßig gut überstanden habe. Es gilt der Satz von Don Henley von den Eagles: The thing that amazes me most is, that after all I´m still alive and well".

 

 

 

 
Nine Days Wonder We never lost Control Only the Dancers Sonnet to Billy Frost The best years of our Life?